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Beethoven Projekt

     
     
Saison 2011/12     
Belcea Quartet: Beethovens Streichquartette

 
Als »Mount Everest der Kammermusik« bezeichnen die Musiker des Belcea Quartets ehrfürchtig Ludwig van Beethovens Streichquartette. Tatsächlich stellt das Massiv der 16 Quartette mit seinen gewaltigen Dimensionen, atemberaubenden Steigungen und tiefgründigen Schluchten den grandiosen Gipfel der Gattung dar. Seine Besteigung sei »der Traum eines jeden Streichers« – ein Wunsch, den sich das Belcea Quartet nun selbst erfüllt. In sechs Konzerten durchmessen die Musiker alle Beethoven’schen Streichquartette. Die Zusammenstellung ist dabei überaus sinnvoll gewählt: In jedem Konzert erklingt je ein frühes, mittleres und spätes Quartett. Beethovens stilistische Entwicklung lässt sich so auf jeder Etappe dieses Höhenweges immer wieder neu nachvollziehen.

Das Belcea Quartet, gegründet 1994 und heute eines der führenden Quartette der Welt, ist geübt in groß angelegten Expeditionen. Allein fünf Jahre spielte es als Quartet in Residence an der Londoner Wigmore Hall. Bei aller Vertrautheit ist es ein Ensemble der ausgeprägten individuellen Stimmen: Corina Belcea-Fisher und Krzysztof Chorzelski haben ihre osteuropäischen Heimatländer verlassen, um in England zu studieren; Axel Schacher und
Antoine Lederlin entstammen der französischen Schule. Einig sind sie sich dennoch: »Die Beethoven-Quartette umfassen alles, was Musik überhaupt ausdrücken kann. Wenn wir uns für einen einzigen Komponisten entscheiden müssten, dann wäre das Beethoven.«

Clemens Matuschek

 

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