Quartetto di Cremona

Christiano Gualco Violine · Paolo Andreoli Violine · Simone Gramaglia Viola
Giovanni Scaglione Violoncello

Freitag, 29. September 2017 20.00 Uhr
Laeiszhalle, Kleiner Saal

Abonnement A
Karten € 42,- / 32,- / 22,- / 13,-
Schüler- und Studentenkarten € 10,- an der Abendkasse

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»Italien-Reise«
Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett KV 80 G-Dur »Lodi«
Ottorino Respighi: Streichquartett Nr. 3 D-Dur
Hugo Wolf: Italienische Serenade
Giuseppe Verdi: Streichquartett e-moll


1. Warum zu diesem Konzert gehen?

Da gibt es so einige sehr gute Gründe. 1.: weil Sie dieses sehr gute Quartett mit dem klangvollen Namen hier im hohen Norden eine echte Entdeckung sein wird. 2.: weil eine musikalische Italien-Reise zum Saisonbeginn ansteht, bei der 3. Quartette auf dem Programm stehen, die nun wirklich nicht andauernd zu hören sind. 4.: weil…, ach, sollen wir hier denn alles verraten?

2. Was ist das für ein Name?

Schlicht und einfach der klangvollste Städtename, den die Welt in Bezug auf Instrumentenbau zu bieten hat.

3. Warum der Name?

Weil die Musiker sich im Jahr 2000 an der Accademia Walter Stauffer in Cremona zusammengefunden haben. Dort studierten sie bei Salvatore Accardo, Rocco Filippini und Bruno Giuranna. Nach einigen Wechseln an der zweiten Geige und am Violoncello fand sich die langfristige Besetzung vor 15 Jahren, 2002, zusammen. Seit Herbst 2011 ist das Quartetto di Cremona selbst Inhaber eines Lehrstuhls für Streichquartett an der Accademia Walter Stauffer in Cremona.

4. Inwiefern ist das Programm eine „Italien-Reise“?

Bei seinem Quartett KV 80 hatte Mozart den Italiener Giuseppe Battista Sammartini als kompositorisches Vorbild, Ottorino Respighi war - schwer bestreitbar - Italiener, dann gibt es die „Italienische Serenade“ von Hugo Wolf und schließlich das wundervolle, einzige Streichquartett des Operngranden Giuseppe Verdi.

5. Verdis einziges Streichquartett?

Ja. Und dass es geschrieben wurde, ist noch beinahe einem Zufall zu verdanken. Es entstand während der Proben zur neapolitanischen Erstaufführung seiner „Aida“ am Teatro San Carlo, wohin Verdi mit seiner Frau Giuseppina gereist war. Die berühmte Sängerin Teresa Stolz, die die Aida singen sollte, war indisponiert. So hatte Verdi Zeit, ein Streichquartett zu komponieren. Die Uraufführung war zwei Tage nach der Aida-Premiere. Allerdings nur im privaten Kreis. Veröffentlichen wollte Verdi sein Quartett ansich gar nicht. Er gab es aber nach einer weiteren erfolgreichen Aufführung doch an seinen Verleger Ricordi.

6. Gibt es sonst noch etwas Besonderes bei diesem Konzert?

Durchaus! Ein kurzes „Vor-Konzert“ mit sehr jungen Musikern der „Initiative Jugend-Kammermusik“ Hamburg. Eine ganz tolle Initiative! Kurz, knackig und spannend. Eine Chance für den Nachwuchs und eine Entdeckung für das Publikum.

7. Wann beginnt dieses Vor-Konzert?

Punkt 19.15 Uhr, es dauert rund 20 Minuten und kostet die Konzertbesucher keinen Cent mehr.

8. Und warum finden Vor-Konzert und Konzert in der Laeiszhalle statt?

Weil dieses Konzert eines unserer Abo-Reihe A ist. Die bleibt in der Laeiszhalle. Am gleichen Ort, am gleichen Wochentag (Freitag) und zur gleichen Uhrzeit (20.00 Uhr). Übrigens zur Freude vieler, vieler KonzertbesucherInnen und Konzertbesucher. Wir haben gerade in der Reihe A viele neue Abonnentinnen und Abonnenten. Und: wenn man einen Mercedes hat und sich einen Porsche dazu kauft, wird deshalb ja der Mercedes nicht schlechter. Oder? Vielleicht wirkt der dann nicht ganz so stylisch, bleibt aber mindestens so bequem!