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Opus13

Freitag, 6. November, 20.00 Uhr
19.15 Uhr: Vorkonzert der Initiative Jugend Kammermusik Hamburg*

Laeizhalle, Kleiner Saal

Konzertreihe Abo A
Einzelkarten:  € 49 / 39 / 29 / 15
Abonnement: € 155 / 120 / 88
Ermäßigungen für Besucher unter 30 Jahren:
– 50% Ermäßigung auf alle Plätze in allen Kategorien im regulären Vorverkauf
– oder mit dem REDticket ab zwei Wochen vorher nur 12 € für die besten verfügbaren Plätze

Karten ab 19.05.2026, 11 Uhr

 

MITWIRKENDE
Opus 13
Sonoko Miriam Welde, Violine 
Edvard Erdal, Violine 
Albin Uusijärvi, Viola 
Daniel Thorell, Violoncello

PROGRAMM
Joseph Haydn: Streichquartett G-Dur op. 77/1 
Béla Bartók: Streichquartett Nr. 3 
Franz Schubert: Streichquartett d-Moll D 810 »Der Tod und das Mädchen«

»Papa Haydn«? Natürlich »ja« – aber viel lauter: »NEIN!« Rein gar nichts haben Haydns Kompositionen von den ihm noch immer anhängenden Image des Verstaubten. Wohl kaum ein anderer Komponist komponierte wohl derart häufig versteckten und offenen Humor.

Das 1799 entstandene Streichquartett op. 77 Nr. 1 gehört zu Haydns letzten vollendeten Quartetten. Das Finale eines langen schöpferischen Weges, auf dem Haydn die Gattung Streichquartett entscheidend geprägt hat. Daher auch der Titel »Vater des Streichquartett«. Haydn zeigt sich auf der Höhe seiner Meisterschaft, mit Klarheit, Eleganz und Witz, mit Einfallsreichtum und subtiler Raffinesse. Jede Art »kompositorischen Schnickschnacks« sucht man vergebens.

Béla Bartóks einsätziges drittes Streichquartett entstand 1927 und gehört zu den konzentriertesten und radikalsten Werken der gesamten Quartettliteratur des 20. Jahrhunderts. Er löst die traditionelle Form auf, zugunsten einer dichten, hoch konzentrierten musikalischen Entwicklung. Themen im klassischen Sinne treten zurück; stattdessen arbeitet Bartók mit kleinsten motivischen Zellen, die ständig verändert, gespiegelt und weiterentwickelt werden. Bartók fordert eine Vielzahl ungewöhnlicher Spieltechniken, etwa Pizzicati mit starkem Schnappen der Saiten (das sogenannte »Bartók-Pizzicato»), Glissandi, perkussive Effekte oder extreme Lagen. Dadurch entsteht eine Klangwelt, die weit über das traditionelle Streicherideal hinausgeht und neue Ausdrucksräume erschließt. Eine wohl »ewig« sehr modern klingende Komposition.

Franz Schuberts berühmtes Streichquartett d-Moll D 810 von Franz Schubert, komponiert 1824, zählt zu den wohl eindrucksvollsten Werken der gesamten Kammermusik. Der Beiname »Der Tod und das Mädchen« verweist auf Schuberts gleichnamiges Lied, dessen Thema im zweiten Satz des Quartetts variiert wird. Die Musik ist von starken Kontrasten geprägt, von Drängen und Innehalten, von lyrischen Momenten und dramatischen Ausbrüchen. Klänge von existenzieller Wucht, die zugleich durch ihre melodische Kraft unmittelbar berühren. 

Als Gewinner des Ersten Preises sowohl beim Internationalen Streichquartettwettbewerb der Wigmore Hall 2025 als auch beim Internationalen Streichquartettwettbewerb in Bordeaux erspielte sich Opus13 rasch einen Namen in der internationalen Kammermusikszene.

* Vor der internationalen Klasse in unserer altehrwürdigen Freitagsreihe ist in den Vorkonzerten Spitzennachwuchs aus Hamburg zu erleben.
Präsentiert von den Hamburger Kammermusikfreunden gemeinsam mit der Initiative Jugend-Kammermusik Hamburg.